WELT Kompakt, 27.08.2007

"Überwältigende Resonanz" beim NRW-Tag in Paderborn

Paderborn - Doppelt so viele wie erwartet haben am Wochenende den ersten regionalen NRW-Tag in Paderborn besucht. Bis gestern Abend sollte die Besucherzahl Polizeiangaben zufolge auf rund 600.000 steigen, teilte die Staatskanzlei in Düsseldorf mit. Ministeroräsident Jürgen Rüttgers (CDU) sprach von einer "überwältigenden Resonanz": Menschen aus allen Landesteilen seien in die Paderborner Innenstadt gekommen. Zum Höhepunkt des Festes, einem Auftritt von Rockstar Sasha, kamen rund 8.000 Besucher.

"die Menschen fühlen sich als Nord-Rheinwestfalen, obwohl sie selbstverständlich Westfahlen, Lippe oder Rheinländer bleiben", sagte Rüttgers. Dies zeigte die wachsende Identifikation der Menschen mit ihrem Bundesland. Das fest in Paderborn sollte an das Bürgerfest von 2006 anknüpfen, bei dem mehr als zwei Millionen Besucher den 60. Geburtstag des Landes in Düsseldorf gefeiert hatten.

Bilduntertitel: Ministerpräsident Jürgen Rüttgers mit der Erinnerungsplakette zum NRW-Tag
Foto:dpa

Zur Plakette.

Express, 02.10.2013

Herzwerk-Spendenbox von Tilly

Egal ob von Mallorca oder von Düsseldorf aus - für ihr Projekt "Herzwerk", das sie 2009 mit dem DRK Düsseldorf ins Leben gerufen hat, ist Jenny Jürgens immer im Einsatz. Gestern enthüllte sie mit Zochwagenbauer Jacques Tilly die neue Spendenbox, die ab sofort für einen Monat im Stilwerk (Grünstraße) aufgestellt ist. Die Box hat Tilly entworfen, das "Doscha-Skulpturen-Team" hat sie umgesetzt und Detlev Dorendorf (BLF-Gruppe) hat die Herstellungskosten übernommen. Jenny Jürgens: "Die Spendenbox wird an jedem Ersten eines Monats woanders aufgestellt. Nach dem Stilwerk folgt das Steigenberger Parkhotel." Die Stilwerk folgt das Steigenberger Parkhotel." Die Spenden gehen alle an das Herzwerk-Projekt für Senioren in Armut.

Foto Text: Jenny Jürgen und Jacques Tilly mit der Herzwerk-Spendenbox im Stilwerk.
Foto: NG

Zur Herzwerk-Spendenbox.

Westdeutsche Zeitung, 27.07.2013

Plakette für Jürgen Rieck am Haus des Karnevals

Der Karneval und das Komitee Düsseldorfer Karneval (CC) haben ihm viel zu verdanken: Jürgen Rieck. Mehr als 17 Jahre leistete er als Geschäftsführer die Geschicke des CC. Auf seine Initiative hin entstand das Haus des Karnevals in der Altstadt. Gestern wurde Rieck eine besondere Ehre zuteil: Das Komitee würdigte Ihn mit einer bronzenen Plakette, direkt am Haus des Karnevals.

Geschaffen wurde sie von den Künstlern Doris und Alexander Moisa. "Man kann mich sogar erkennen", sagte Rieck bei der Enthüllung. Ehefrau Rosita gefällt das Werk ebenfalls. "Alle Präsidentenhängen im Treppenhaus. Du lieber Jürgen hängst hier draußen", sagte CC-Präsident Josef Hinkel. ads

 

Rheinische Post, 27.07.2013

CC widmet Jürgen Rieck das Haus des Karnevals

(iai) Stolz blickte Jürgen Rieck gestern Morgen auf die bronzene Plakette mit seinem Gesicht, die von nun an das Haus des Karnevals in der Altstadt ziert. 17 Jahre  lang, von 1995 bis 2012, war Rieck Geschäftsführer des Comitee Düsseldorfer Carneval. Mit der Plakette widmet ihm das Brauchtum nun das Haus des Karnevals.

„Bei all dem Ärger und der ganzen Arbeit, die ich als Geschäftsführer des CC hatte, hat es mir immer Spaß gemacht. Und wenn ich mir jetzt anschaue, wie der Karneval lebt, kann ich stolz auf die Plakette schauen und mir denken 'Ey Alter, so schlecht warst du gar nicht"', sagte Rieck.

Express, 27.07.2013

Rieck: "Alter, so schlecht warst du nicht"

Ex-CC-Geschäftlführer mit Plakette am Haus des Karnevals geehrt

Sichtlich gerührt nahm Jürgen Rieck (77) gestern seine Ehrung entgegen: Das Komitee Düsseldorfer Karneval (CC) würdigte Rieck, der 17 Jahre Geschäftsführer des CC war, mit einer Bronzeplakette. Angebracht am Haus des Karnevals, das ihm gewidmet wurde. "Ohne dich würde es das Haus des Karnevals nicht geben. Über 17 Jahre hast du unseren Karneval ein Gesicht gegeben und ihn von der Amateurliga in die Profiliga geführt", sagte CC-Präsident Joseph Hinkel.

Bild, 10.11.2010, von Nina Gillé

Das wird der Hit beim Weihnachtsmarkt Düsseldorf setzt Heino Nussknacker-Denkmal!

Düsseldorf
Scharz-braun knackt die Haselnuss…

Blonde Haare, schwarze Brille, große Klappe – SO haben wir Düsseldorfs Volkslied-König Heino (71) noch nie gesehen! Zum Düsseldorfer Weihnachtsmarkt (ab 18. November) wird Heino als Nussknacker seine Runden in der traditionellen Glühweinpyramide in der Altstadt drehen.

Neben Heino sind auch andere berühmte Düsseldorfer zu sehen: Kurfürst Jan Wellem, Mutter Ey, Joseph Beuys und Heinriche Heine – alle in Fast-Lebensgröße (1,50 Meter), aus Kunststoff-Glasfaser und Styropor (10 Kilo schwer).

Die Idee hatte Schausteller Bruno Schmelter (ihm gehört die Pyramide). Gestaltet haben die Figuren die Künstler Alexander Moisa (42) und Doris George (35). Augenzwinkernd sagen sie: „Heino hat uns am meisten Nerven gekostet. Aber die Figur ist dem Original inzwischen auch verblüffend ähnlich!“

Express, 11.11.2010

Nussknacker Heino und seine Freunde

 

Heino als Nussknacker, Jan Wellen im Weihnachtsmann Kostüm, Joseph Beuys als Schneemann und natürlich Mutter Ey. Düsseldorfer Berühmtheiten werden als spektakuläre Neuerung die "Glühwein-Pyramide" auf dem Weihnachtsmarkt bereichern. Zum ersten Mal zu bewundern in genau einer Woche zum Start des Marktes.

Bild: Bruno Schmelter (r.) mit den Künstlern Doris George und Alexander Moisa und den Figuren

Foto: Gehring

 

Bild, 11.01.2010, Von N. Gillé und A. Althenhofen

Hier trifft der echte Heino sein Nussknacker-Double

Düsseldorf – „Am liebsten würde ich den Nussknacker-Heino gleich mitnehmen.“

Volksliedkönig Heino (71) war begeistert als er gestern im Düsseldorfer Rathaus seinem Glasfaser-Double begegnete. Ab dem 18. November dreht sich der Kunst-Heino auf der Glüweinpyramide von Bruno Schmelter (66) in der Düsseldorfer Altstadt auf dem Weihnachtsmarkt.

Nachdem der Sänger in BILD das Foto von seinem Doppelgänger gesehen hatte, kam er spontan vorbei, stattete der Figur einen Besuch ab. „Ich bin sehr stolz, dass ich neben den berühmtesten Düsseldorfern aufgestellt werde.“ Schmelter hat außer Heino, Mutter Ey (1864 – 1947), Heinrich Heine (1797 – 1856), Joseph Beuys (1921 – 1986), Jan Wellem (1658 – 1716) von Künstlerin Doris George (35) gestalten lassen.

Rheinische Post, 11.11.2011

Neue Glühwein-Kameraden

(jul) Heino als Nussknacker, Joseph Beuys und Mutter Ey im Schneegewand, Jan Wellem im Weihnachtsmann-Outfit und Heinrich Heine als schreibender Soldat. Wo gibt’s denn so was. In Düsseldorf, genauer: auf der Flinger Straße. Noch genauer: auf der ersten Etage der Glühweinpyramide des Schaustellers Bruno Schmelter. Die hat dort seit fünfzehn Jahren ihren festen Platz und bekommt nun Figuren aufgesetzt, die, so Schmelter, „ich mir als leidenschaftlicher Düsseldorfer gewünscht habe“.
Dafür heuerte er die Plastikerin Doris George und ihren Partner Alexander Moisa an,  die in der Wagenbauhalle des Düsseldorfer Karnevals zu Werke gingen. Etwa 1,20 Meter groß sind die stoßfesten Styropor-Figuren geworden. Und wiegen aufgrund der Verwendung von Glasfasermatten auch ein bisschen etwas. „So zwischen acht und zwölf Kilo“, schätzt George. Die gelungenen Düsseldorfer-Botschafter auf der Glühweinpyramide werden am Wochenende montiert. Ab Donnerstag kann man dann quasi unter ihrem Schutz Glühwein trinken. Der Preis bleibt übrigens der alte: drei Euro.

Foto:
Alexander Moisa, Doris George und Bruno Schmelter (v.l.n.r.) mit den Styropor-Legenden.

Zu den Figuren.

Westdeutsche Zeitung, 10.11.2010, von Dieter Sieckmeyer

Baggern im Advent: Es gibt 21 Buden weniger

Weihnachtsmarkt
Sechs Millionen Besucher werden bis 23. Dezember erwartet. Das Eislaufen ist wieder kostenlos.

Von Dieter Sieckmeyer
Die Baustellen in der City fordern ihren Tribut. Darum fällt der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr etwas kleiner aus. Wie Eva-Maria Illigen-Günther, die Geschäftsführerin der Düsseldorf Marketing und Tourismus GmbH, gestern erklärte, werden vom 18. November an 229 Buden an sieben verschiedenen Plätzen in der City eröffnen, genau 21 weniger als im vergangenen Jahr. Vor allem auf dem Schadowplatz müssen die Händler den Baggern ausweichen. Hier werden in diesem Jahr nur noch 33 Buden stehen. Für einige konnten Ausweichplätze an der Schadowstraße gefunden werden. Am Rathaus werden ein Schmied und andere Handwerker ihre Künste zeigen, erstmals wird es Bio-Glühwein geben und am Gustaf-Gründgens-Platz kann jeder wieder umsonst auf die Eisbahn.
Heine, Heino und Mutter Ey auf der Glühwein-Pyramide
Herausgeputzt hat Bruno Schmelter seine Glühweinpyramide an der Flingerstraße. Fünf Figuren von Düsseldorfer Prominenten – Heinrich Heine, Heino, Mutter Ey, Jan Wellem und Joseph Beuys – werden sie schmücken. Doris George, die Assistentin von Rosenmontags-Wagenbauer Jacques Tilly, hat die Figuren entworfen. „Das sind die Persönlichkeiten, die unsere Stadt ausmachen“, sagt Schmelter als erklärter Lokalpatriot.

Rheinische Post, November 2006, von Dorothee Krings

Comic-Theater über Hiroshima

Das Ensemble "half past selber schuld" zeigt im FFT eine Bühnenversion des berühmten Manga-Comics "Barfuß durch Hiroshima" - die erschütternde Geschichte eines Jungen, der den Atombombenangriff überlebt.

Die Figuren haben riesige Kulleraugen und staunende Mündchen. Sie erleben erotische, historische, kriminelle Geschichten oder einfach nur, was bei Kindern in Schule und Freizeit so geschieht. Seit etwa zehn Jahren finden Mangas, japanische Comics, auch in Deutschland immer mehr Absatz. Der Buchhandel setzt inzwischen 65 bis 70 Millionen Euro pro Jahr mit den Geschichten um, Tendenz weiter steigend. Keine Bahnhofsbuchhandlung gibt es mehr, in der nicht mehrere Ständer mit Manga-Büchern, fünf Euro das Stück, die Leser zu Nachschubkäufen verführten. In Deutschland ist die Zielgruppe zwischen acht und 18 Jahren alt; 60 Prozent der Leser sind Mädchen.

Rheinische Post, 02.06.2005

Düsys mit Maskottchen auf Tour

Ein Motiv wird lebendig: Wagenbaumeister Jacques Tilly und Bildhauerin Doris George schufen in nur vier Wochen die beiden drei Meter hohen Hundeplastiken, die die Besuchervon nun an vor jedem Konzert der Düsseldorfer Symphoniker am Eingangsbereich begrüßen. Seite B2
RP-Foto: Andeas Bretz

 

Maskottchen von Tilly
(k/da) Die Düsys gehen auf Tour. Ab Sonntag geben die Düsseldorfer Symphoniker um Stardirigent John Fiere drei Konzerte an außergewöhnlichen Orten, etwa auf der MS Rhein-Energie und in der Bilder St. Peter Kirche. Schon beim Gratis-Auftaktkonzert in der Eon-Galerie (5.Juni, 11 Uhr, Eon-Platz) werden die Musiker von zwei fast drei Meter hohenStyropor-Figuren unterstützt: den Düsy-Hunden. Die Maskottchen der Symphoniker wurden vom Wagenbaumeister Jacques Tilly, der auch Karneval mit seinen frechen Wagen für Furore sorgt, und der Bildhauerin Doris George innerhalb von vier Wochen geschaffen.

Zu den Hunden

< Zurück zur Presseschau

Express, 01.06.2005

20 kleine "Welpen" für den Düsy-Hund

Düsseldorf- Der beliebte Düsy-Hund, das Maskottchen der Düsseldorfer Symphoniker, hat "Nachwuchs" bekommen.
Die Bildhauerin Doris George, ursprünglich tätig für Wagenbauer Jacques Tilly, schuf 20 Ministatuen des berühmten Vierbeiners. "Der Hund kommt bei unseren Zuschauern unheimlich gut an, schon seit er das erste Mal auf Plakaten auftauchte", so der Sprecher der Tonhalle Udo Flaskamp. Als die Düsys dann im letzten Jahr auf Tour gingen, wurden eigens zwei drei Meter große Hunde-Statuen von George angefertigt - jetzt folgen die zwanzig Miniatur ausgaben (30cm groß) in limitierter Auflage. Flaskamp: "Damit sich jeder Fan auch eine kleine Statue mit nach Hause nehmen kann". Künstlerin Doris George hat sich schon eine handbemalte Hundefigur gesichert: "Die kommt auf meinen Schreibtisch!"
Man kann die Hunde nach jedem Düsy-Auftritt in der Tonhalle kaufen, Preis: 75 Euro.

Zu den Figuren.

< Zurück zur Presseschau

Rheinische Post, 01.06.2005

Düsy-Hund für Zuhause

(ana) Ob als Motiv auf Plakaten oder Programmen, er ist zum Wahrzeichen der Düsseldorfer Symphoniker geworden: der Düsy-Hund im roten Strickpullover. Selbst als drei Meter hohe Statue begleitet er das Orchester bei seinen musikalischen Außeneinsätzen. Seit gestern gibt es das Tier auch für Zuhause. Als 30 Zentimeter hohe Statuette. Bildhauerin Doris George sorgte für den „Nachwuchs“ des Düsy-Hundes. Zurzeit gibt es davon nur eine limitierte Auflage – 20 an der Zahl. Zu haben sind die kleinen Düsy-Hunde bei Konzerten in der Tonhalle. Sie kosten je 75 Euro.

Foto
Noch gibt’s von den Düsy-Hunden im roten Strickpullover nur 20 Stück. Die Bildhauerin Doris George hat die Statuetten entworfen.

Zu den Figuren.

< Zurück zur Presseschau

Rheinische Post, 21.2.2009, von Birgit Wanninger und Thomas Busskamp (Fotos)

Prinzenwagen wie im Märchen

Der Rosenmontagszug kann starten. Gestern feierten die Wagenbauer mit Vertretern der Vereine, Freunden aus der Nachbarschaft und Sponsoren Richtfest. Trotzdem ist immer noch etwas zu tun. Die Motivwagen bleiben streng geheim.

Da soll einer noch mal sagen, Karnevalisten können nicht feiern. Das können sie sehr wohl, und zwar am besten sich selbst. Gestern Nachmittag in der Wagenbauhalle Am Steinberg gab es nur schöne Worte und auch ein paar Versprecher.

Den größten hatte dabei der Mann, der das Mikro so liebt: Engelbert Oxenfort, Präsident des Comitees Düsseldorfer Carneval (CC). Der begrüßte nämlich enthusiastisch Prinz Lothar und seine Venetia Barbara. Barbara ist aber die Veneria vom Vorjahr und seine Tochter. Also gab es ein paar Buhs, und Oxenfort entschuldigte sich mit fünf- bis zehnfachen Ute-Rufen.

Westdeutsche Zeitung, 21.2.2009

Die Jecken sind startklar

RICHTFEST Von einigen Chaoten in der Altstadt lassen sich die Jecken den Spaß nicht verderben. Und so wurde auch gestern gefeiert, etwa das Richtfest für den Rosenmontagszug in der Wagenbauhalle.

Viele aktuelle Themen haben die Narren verarbeitet, von der Wirtschaftskrise bis zur Abwrackprämie. Die politisch brisanten Motivwagen bleiben aber noch unter Verschluss. Bereits zum fünften Mal durfte Doris George den Prunkwagen für das Prinzenpaar gestalten. Zwei weiße Tiger hatten sich Prinz Lothar und Venetia Ute gewünscht. Die hat George so perfekt gestaltet, dass nicht nur das Prinzenpaar staunte. Da machte es auch nichts, dass CC-Präsident Engelbert Oxenfort Venetia Ute versehentlich als Barbara ansprach - das war die Prinzessin aus dem Vorjahr und Oxenforts Tochter.

ALLE INFOS Der Fahrplan für die nächsten drei tollen Tage sowie der genaue Zugweg: S. 23

MEHR KARNEVAL Wie gut kann man im närrischen Treiben flirten? Warum ist die KG Regenbogen so erfolgreich? Welchen Geheim-Tipp hat das Prinzenpaar für Düsseldorf-Besucher? Antworten: S. 18 und 22

INTERNET Bilder vom bunten Treiben auf der Kö gibt's ab Sonntag Nachmittag unter www.wz-duesseldorf.de

Bildtext: Doris George und ihr weißer Tiger. Foto: Bernd Schaller

Zum Wagen.

Rheinische Post, 11.7.2008

STADTGESPRÄCH

Hier ist der Hoppeditz!

(wber) Jetzt haben die Jecken endlich ihren neuen Hoppeditz. Vorerst allerdings nur die große Figur im "Haus des Karnevals". Gestaltet wurde sie von Doris George (30, früher "Phantasialand") aus dem Team von Jacques Tilly.
Hille Erwin, Vorsitzende des Förderkreises Düsseldorfer Karneval, stellte den stummen Narren gestern bei einem Empfang für Mitglieder und Förderer vor - und dazu eine ganze Menge mehr. Es hat sich nämlich viel getan im alten Haus an der Zollstraße. So wurden 14 000 Exponate - Zeitungsartikel, Orden, Fotos, Plakate - katalogisiert. Im Schallarchiv, fast 1,5 Kilometer lang, hörte sich gestern Karnevalslegende Hans Heinrichs seine unvergesslichen Lieder an. Der WDR hat dafür eine Reihe alter Aufzeichnungen zur Verfügung gestellt.
Hille Erwin begrüßte neben Bürgermeister Dirk Eibers besonders Kulturdezernent Hans-Georg Lohe: "Ich freue mich, dass das Kulturgut Karneval endlich ernst genommen wird. Wir planen jetzt eine Vernetzung zu anderen Kulturinstituten und zu Daten und Bildern der Stadtgeschichte.
"Die bisherigen Investitionen liegen bei 65 000 Euro. Der Förderkreis will die Daten auch für Kinder und Jugendliche aufarbeiten. "Als Anreiz für Schulklassen, unser Haus zu besuchen und vielleicht daraus Projekttage zu entwickeln", sagte Hille Erwin. Unter den Gäste neben vielen Karnevalspräsidenten auch Düsseldorfs neue Prinzenpaar Barbara Oxenfort und Josef Hinkel. Die künftige Tollität kam übrigens direkt aus der Backstube - in seiner weißen Bäckerkleidung.

Bildtext:
Sie erschuf den Hoppeditz: Jacques Tillys Mitarbeiterin Doris George.
 RP-FOTO: ANDREAS BRETZ

Zu den Figuren.

Neue Rhein Zeitung, 11.8.2007, von Rüdiger Hoff

Närrische Zeitreisen

HAUS DES KARNEVALS. An der Zollstraße sind jetzt Historisches und Aktuelles per Mausklick im Angebot.

ALTSTADT. Ein wenig blechern, dafür im Original schippert "Die kleine Winzerin vom Rhein" musikalisch durch den Saal, ehe Hermann Kivel aus der Konserve singend fordert: "Lore, leih' mir dein Herz." Gleich nebenan flimmert die jecke WDR-Sitzung von 1957 in Schwarzweiß über den Großbildschirm. Das Karnevals-Museum in der Zollstraße bietet den modernen Blick zurück. Das Medienzentrum hat jetzt per Mausklick viele neue Angebote parat.

Kontakt-Chance, 12.11.2012, von Olga Fefer

Alexander und seine Fantasien

Diejenigen, die im Vergnügungspark "Phantasialand" in der Nähe von Köln waren, haben bestimmt die Attraktionen gesehen, welche Alexander Moisa geschaffen hat.

(Bildunterschrift) Der Künstler neben seinem Werk.


Um die Frage zu klären, was Alexander Moisa in die Welt der Kunst geführt hat, beginnen wir am besten in der Vergangenheit. Wahrscheinlich war es seine kindliche Neugier. In seiner Familie wurde er liebevoll Master-Lomaster (dt. Meister der Zerstörung) genannt. Alles was ihm in die Hände fiel, egal ob Spielzeuge oder Elektrogeräte, nahm er auseinander. Nach dem Studium des Innenlebens, baute er  alles wieder zusammen, allerdings blieben immer Teile übrig.
Genauso hatten seine Eltern Einfluss auf Alexanders berufliche Wahl: zuhause wurde gerne viel gelesen und man interessierte sich für die Malerei. Seine Tante Nadezhda Michailovna hatte nicht weniger Einfluss auf Alexanders Zukunft. Sie war die Ehefrau eines bekannten Schriftstellers Nikolai Aleksejevitsch Rajevskij und eine ungewöhnliche und kreative Frau. In ihrem Haus in Alma-Ata versammelten sich bekannte Schriftsteller und Künstler. Hier verbrachte Alexander die Hälfte seiner Kindheit.

Seit den frühen Jahren, malte Alexander mit Freude und Talent. Deshalb schickten ihn seine Eltern auf die Schule für Kunst. Danach absolvierte er die Hochschule für Kunst und Theater und beschäftigte sich mit der Gestaltung des Museums für Lokalgeschichte. Auf nackten Wänden kreierte er historische Exponate, militärische Kämpfe und Szenen aus dem zivilen Leben von Kasachstan. Er mochte es zu malen, zu modellieren und zu bauen – die Welt, mit den verschiedenen Mitteln, die einem Künstler, der sein Handwerk liebt, zur Verfügung stehen, zu erfassen.

 

PHL News,1. Dez. 2001

Perfekte Illusion

Das sieht ja echt super aus!“, rufen viele Gäste beim betrachten der liebevoll erstellten Phantasialand-Dekorationen aus. Doch sind die Säulen Wuze Towns wirklich so antik, wie sie aussehen? Sind die Mosaike der Alt-Berliner Rotunde tatsächlich in mühevoller Detailarbeit zusammengesetzt worden? Und wieso wirkt das Sandsteingebirge von Colorado-Adventure so, als hätte es sich schon seit der Dinosaurierzeit hier erhoben? Damit die Atmosphäre stimmt, wenden die sieben Mitarbeiter der Dekorationsabteilung so manche Tricks an. Sie pflegen die Kunst der Illusionsmalerei, trimmen Neu auf Alt, und Alt auf Neu. Phantasialand News sprach mit Alexander Moisa, Theatermaler und Plastiker in der Dekorationsabteilung.

PHL News: Herr Moisa, seit sieben Jahren sind Sie in der Dekorationsabteilung von Phantasialand beschäftigt und stürzen die Gäste in Verwirrung. Plagt Sie nicht ein wenig das schlechte Gewissen?

Westdeusche Zeitung, 19.01.2005, von Daniel Marquardt

Riesen-Tiger begleitet jecke WZ-Truppe

Der bekannte Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly baut für die WZ-Fußgruppe im Rosenmontagszug eine riesige Raubkatze. Die WZ schaute ihm über die Schulter.

Seit Weihnachten herrscht Hochkonjunktur bei Jacques Tilly (41) und seiner Kollegin Doris George (29). Eigentlich sind die beiden ja Bildhauer, aber ihre große Passion ist der Bau von Karnevalswagen. Im Auftrag der Krefelder WZ bastelt Tillys Team zurzeit in der Düsseldorfer Wagenbauhalle fleißig an einem Tiger.
Schließlich hat die Redaktion die Patenschaft über die Sumatra-Tiger Sutera und Beludru und deren Kinder Ratu und Raja im Krefelder Zoo übernommen. Und beim Rosenmontagszug wird die WZ mit einer Tiger-Fußgruppe mitziehen. Fast 100 WZ-Leser und -Leserinnen aller Altersgruppen haben sich für die muntere Truppe angemeldet - alle dürfen mitziehen. Der Riesentiger wird das Erkennungszeichen.

Damit der Karnevalstiger so original wie möglich wird, hat sich Jacques Tilly zunächst Bilder der Raubkatzen besorgt und eine farbige maßstabgetreue Skizze gezeichnet - die Vorlage, nach der gearbeitet wird. Ist dies geschehen, wird der Körper aus Maschendraht zurecht gebogen, bis alles an der richtigen Stelle sitzt. "Das Drahten dauert am längsten", weiß Tilly, "das liegt an den vielen Muskelschichten."

Neue Rheinzeitung, 23.6.2004

ZITTERN braucht heute Abend niemand, wenn Olli Kahn die Bälle hält wie er. Toni Turek, der Rheinbahner und Fußballgott, der Verantwortliche für das Fußballwunder von Bern. In Gips bauten Jacques Tilly und Doris George den Torwart nach. Am 1. Juli soll er samt Netz, Lederball und Spielstandtafel auf einem Rheinbahnwaggon thronen. (Foto: Winfried Göllner)

Copyright © 2012 Doscha Skulpturen-Atelier. Alle Rechte vorbehalten.